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Gala – Wiener Schule der Medizin 2017 – „Hören“

Spendengala und Preisverleihung

Über viele Epochen hindurch war Wien das Zentrum des medizinischen Fortschritts. Wie kaum eine andere Großstadt oder Region dieser Welt bietet Wien auch heute eine hervorragende medizinische Versorgung auf dem aktuellen Stand des medizinischen Wissens. Mit der Gala zur Förderung der Wiener Schule der Medizin werden seit 2016 jährlich medizinische Errungenschaften Wiens beleuchtet und zukünftige Entwicklungen unterstützt.

Vergangenen Montag luden MedUni-Rektor Markus Müller und Direktor der American Austrian Foundation, Wolfgang Aulitzky, zum Galaabend, der dieses Jahr ganz im Zeichen des Gehörs stand.

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Das Gehör ist für das Zusammenleben der Menschen eines der wichtigsten Sinnesorgane. Gehörlos geborene Kinder können keine Laute und Stimmen hören, sie daher auch nicht nachahmen und nicht sprechen lernen. Schon Kaiser Joseph II hat die dadurch entstehende Isolation erkannt und im Jahre 1779 das erste Wiener Gehörloseninstitut in der Taubstummengasse gegründet. Die Wiener Schule der Medizin hat seither entscheidend zur besseren Behandlung von Gehörleiden beigetragen. Durch die in Österreich entwickelten Cochlea Implantate ist es nun möglich, dass taub geborene Kinder normales Sprechen erlernen.

Mehr als 180 Unterstützerinnen und Unterstützer aus Wirtschaft, Forschung und Kultur fanden sich im Van Swieten Saal an der Medizinischen Universität Wien ein. Der Erlös der Spendengala kommt dem Josephinum sowie den gemeinsamen Programmen der Medizinischen Universität Wien, dem Vienna Open Medical Institute und Wiener Forschungseinrichtungen zu Gute.

KAV-Direktor verlieh Preise des Vienna Open Medicial Institutes (Vienna OMI)

Im Rahmen der Veranstaltung wurden von KAV-Direktor Michael Binder und Direktor Wolfgang Aulitzky zudem die Awards des Vienna OMI für engagierte Mentorinnen und Mentoren verliehen. Seit 2008 hat das Vienna Open Medical Institute mehr als 900 hochqualifizierte ÄrztInnen und Ärzte aus der ganzen Welt eingeladen, um von führenden Mentorinnen und Mentoren zu lernen und in Wiener Spitälern Spitzenmedizin zu studieren.

Professor Wolfgang Stingl, kürzlich an der Univ. Klinik für Dermatologie am Allgemeinen Krankenhaus Wien emeritiert, erhielt den Ehrenaward für seine Leistungen für das Vienna Open Medical Institute. Seit 1999 hat er im Rahmen des Programmes unter anderem 42 internationale Observer und 62 Studentinnen und Studenten aus den USA betreut. Auch hat er 12 Seminare in Salzburg als Kursdirektor oder Co-Kursdirektor gestaltet.

Gerhard Sliutz, Abteilungsvorstand der Geburtshilflichen und Gynäkologischen Abteilung an der Krankenanstalt Rudolfstiftung, wurde für seine Tatkräftige Unterstützung ausgezeichnet. Er lehrte bei Seminaren in Salzburg und hat seit 2008 23 Observer betreut.

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Herwig Swoboda, Abteilungsvorstand am Krankenhaus Hietzing, gab einen Überblick über historische Beiträge der Wiener Schule der Medizin zur Hals-Nasen-Ohren Heilkunde. Es waren die Wiener Mediziner, Adam Politzer und Josef Gruber, die 1873 die weltweit erste „otiatrische“ Klinik am Wiener AKH eröffneten. Erfindungen dieser Zeit haben die moderne HNO-Medizin maßgeblich mitgestaltet und werden auch heute noch von Fachärztinnen und Fachärzten routinemäßig angewendet. Dies gilt für den Ohrentrichter Ignaz Grubers, Franz Polanskys Beurteilung der Knochenleitung ebenso, wie für  die Luftdusche des Mittelohres nach Politzer.

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Einblicke in die ärztliche Kunst und den Stand der Technik gab Wolfgang Gstöttner, Vorstand der HNO-Universitätsklinik am AKH Wien. Gstöttner erforschte Methoden zur Verbesserung der Implantation und des Designs von Cochlea Implantaten. Gegenwärtig arbeitet die Gruppe an der Verbesserung der Wirkstoffabgabe an das Innenohr und evaluiert neue Verbindungen für schützende Effekte.

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Ingeborg Hochmair entwickelte mit ihrem Ehemann Erwin Hochmair das weltweit erste elektronische Mehrkanal-Cochlea-Implantat – bis heute der einzige tatsächliche Ersatz eines Sinnesorgans. Sie stellte zum Schluss den Film „Das Cochlea Implantat und das Open Medical Institute – 2 Erfolgsgeschichten“ vor und rief die Anwesenden Gäste dazu auf, bei Verschlechterung ihres Gehörs oder das von Verwandten, nicht zu lange mit dem Einsatz von Hörgeräten zu warten, erhöhen sie die Lebensqualität doch stark.

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Zum Abschluss des Abends bedankte sich Wolfgang Aulitzky bei den zahlreichen Sponsorinnen und Sponsoren und Helferinnen und Helfern und lud zum Ausklang und Gedankenaustausch an die Bar.

Das Programm Booklet sowie eine Auflistung der Sponsorinnen und Sponsoren und Unterstützerinnen und Unterstützer können Sie hier öffnen.

Bildergalarie

Folgend einige Impressionen des Abends.